Jazz auf Freienfels 2010

Musik für Jung und Alt vom Keller bis in den Turm

Jazz – ein Labyrinth von Stilen und Entwicklungen, die Einfluß auf alle Bereiche der Musik des 20. Jahrhunderts genommen hat.
Ziel des Jazzfestivals Freienfels ist es, der Kreativität und Vielseitigkeit der aktuellen Jazz-Szene in Hessen und darüber hinaus eine Bühne zu bieten. Hierzu lädt die gesamte Anlage von Burg Freienfels mit ihrem einzigartigen Ambiente ein.

Open Up Wide – a tribute to Bill Chase

Open Up Wide ist eine Hommage an die Weltberühmte Jazzrock Band „Chase“, die in den fühen 70er Jahren mit Hits wie „Get It On“ und „Run Back To Mama“ monatelang die Charts stürmten. Die Ära Chase fand 1974 leider ein jähes Ende, als bei einem Flugzeugabsturz viele Mitglieder, darunter auch Kopf der Band Bill Chase, ums Leben kamen. Eine Schlüsselfunktion bilden die 4 Trompeten der Band. Von warmen, gefühlvollen Tönen bis zu Messerscharfen Einsätzen im viergestrichenen Bereich, das zeichnet Chase aus. Hieran sind schon viele gescheitert. Doch nun bringen „Open Up Wide“ dieses Konzertereignis erstmals nach Europa.

Burkhard Stoffl – vocals
Matthias Siegel, Ralf Nöske, Nils Wallstädt, Stefan „Chuck“ Krapf – trumpets
Jens Biehl – drums
Andreas Manns – bass
Steffen Stütz – keys/organ
Denis Alatas – guitar

Die Mitglieder von „Open Up Wide“ spielten schon gemeinsam mit Musikern wie Nils Petter Molvær, Erik Truffaz, Till Brönner, Victoria Tolstoy, Maria Schneider, Ultra Naté, Jerry van Rooyen, Ack van Rooyen, Jeff Clayton, Cees Kranenburg, Erik van Lier, Andreas Haderer, John Ruocco, Lex Jasper, Russ Spiegel, Graham Collier, Tony Lakatos, Jan Wessels, Jan Oosthof, Albert Mangelsdorff, Peter Weniger, Madeline Bell, Claire Martin, Majorie Barnes, Sylvia Vrethammar, Joan Faulkner, Frida Snell, Tokunbo Akinro, Lisa Bassenge, Philharmonie Krayova, Baden-Badener Philharmonie, Alex Gunia & Peace, Torsten de Winkel, Claudio Zanghieri, Bob Mintzer, Neue Philharmonie Frankfurt & Chris de Burgh, Joe Gallardo, Jürgen Wuchner, Rachel Gould, Spike, Nosie Katzmann, Wilson D..Oliveira, David Murray, Herb Geller, Zirkus Sarasani, Bill Ramsey, Peter Petrell, Christoph Spendel, Vitold Rek, Thomas Heidepriem, Charlie Mariano, George Gruntz, Rob McConnel…

Lemur-Lahn-Trio – Modern Jazz

Emir Tufekcic – Klassische Gitarre; Leon Lissner – e-Bass; Kuno Wagner – Drums, Cymbals, Cajon

Die Idee ist nicht neu: Konzert-Gitarren Literatur für ein größeres Ensemble zu arrangieren. 
Kuno Wagner, Gitarrist und Schlagzeuger des Lemur Lahn Trio hat sich intensiv, nicht nur mit der Gitarrenmusik Süd- und Mittelamerikas beschäftigt, sie bildet jedoch den musikalischen Schwerpunkt im aktuellen Programm des Lemur Lahn Trios. Ergänzt werden die Kompositionen von Leo Brouwer, Astor Piazzolla, Hector Villa Lobos und Anderer durch Elemente des Jazz. Teilweise werden Stücke durch Improvisationen oder Veränderung der Form aus ihrem engen Korsett geschnürt und erhalten, durch einen freieren
rhythmischen Puls einen gänzlich neuen Charakter. Kritiker bestätigen der Gruppe ein Höchstmass an musikalischem Zusammenspiel und Spielwitz. Der Gitarrist Emir Tufekcic hat in Wiesbaden Gitarre mit Auszeichnung studiert und ist die dominante Stimme im Lemur Lahn Trio, das durch den, in London studierenden Kontrabassisten, Leon Lissner, komplettiert wird.

Duo Claccó – Klezmergeschichten

CLACCÓ ist die wunderbare Kombination aus Klarinette und Akkordeon. Das Duo, mit dem Klarinettisten Bodo Scheer und der Akkordeonnistin Annegret Cratz, deckt mit seinem Programm „Klezmergeschichten“ alle Stufen der Emotionen, zwischen unbändiger Freude, Melancholie, Sehnsucht und Schmerz ab. Im Mittelpunkt des Programms stehen mitreißende Klezmermusik, weltberühmte Filmmelodien und traditionelle Balkanmelodien. Musikalische Geschichten voller Emotionen, die das Herz jubeln, trauern und tanzen lassen!

Bodo Scheer – Klarinette
Annegret Cratz – Konzertakkordeon

Mathias Shabow Trio – Jazzpiano

Mathias Schabow, geboren in in Waren/Müritz – Mecklenburg, begann im Alter von 9 Jahren mit dem Klavierspielen. Er studierte an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar and Hochschule für Musik in Köln bei Hubert Nuss, Leonid Chiszik (Weimar), Hans Lüdemann und John Taylor (Köln).
Das Mathias Schabow Trio spielt fast ausschließlich Eigenkompositionen, die beeinflußt sind von den Klaviertrios um Keith Jarrett, Ahmad Jamal, Bill Evans und Peter Erskine. Aber auch Songs aus dem American Songbook werden interpretiert. Stilistisch bewegt sich das Trio zwischen Modern Jazz und klassischer Improvisation, immer die Kommunikation im Blickfeld. Mathias Schabow studierte Jazzklavier in Weimar und Köln. Seine klassische Ausbildung lässt ihn Stilübergreifend Improvisieren.www.mathiasschabow.com,www.myspace.com/mathiassschabow
Mathias Schabow wirkte unter anderem mit bei:
Hessenjazz Idstein, Museumsuferfest Frankfurt/Main, Konzerte in Mecklenburg, Merck, Staatskanzlei Rheinland-Pfalz Mainz, T-Online, Samsung, Börse Frankfurt, SWR, Jazzkeller Frankfurt/Main

Alessio Silvestrin (Ballett Frankfurt) – „Commentaire“, „Frasi“, „Ritrovare“ – Sound Technik – Michael Bornhak – Recording Solo – Dramatische Bühne Frankfurt – „Tödliche Liebschaften“ – Musik L‘ Orchestre de Chambre Noir – Recording CD“Ghost Stories and Fairy Tales“ Ensemble 9. November – „Kleine Zweifel“ – Musik/ Klavier, „Europa-Die Quadratur des Stiers“ – Musik/ Klavier, „Meine, süße, europäische Heimat“ – Musik/ Klavier Oper in die Schule – „Die Insel Tulipatan“ (J.Offenbach) – Arrangement/ Klavier Theatergruppe Assenheim – „Die Kleine Zauberflöte“ – Arrangement/ Klavier, „Herkules“ – Arrangement/ musikalische Leitung/ Klavier Chamber’s Quadro Nero – Klavier, Arrangement, Recording

Joachim Kunze – Tza Wa

Joachim Kunze zählt mit seiner Soundvielfalt und seinem Tonumfang bis in die viergestrichene Oktave zu den außergewöhnlichsten europäischen Trompetern.

Mit seinem Projekt „Tza Wa“ stellt Joachim Kunze außergewöhnliche Klangkreationen vor. Sphärische Trompetenklänge das vielfältige Klangspektrum dieses Instrumentes nutzend, mal melodiöse Linien, mal rhythmische Figuren, Multiphonics, untermalt mit programmierten Sounds und Grooves ergeben ein träumerisches Klangbild.

Keep Digging – Grimm & Groove

Mit dem Vorurteil, Märchen seien nette, altmodische Geschichten für Kinder, wird bei „Grimm & Groove” schnell aufgeräumt. Was der Berliner Schauspieler und Erzähler Peter Gößwein gemeinsam mit der Band „Keep Digging” vorträgt, ist alles andere als harmlos und kinderfreundlich. Inhaltlich irgendwo zwischen Krimi, Horrorgeschichte und Psychodrama, bieten die Grimmschen Märchen einen Querschnitt durch die Abgründe der Menschheit.

Peter Gößwein versteht es, mit sparsamen Mitteln höchste Spannung zu erzeugen. Eine kleine Änderung der Stimme, einige wenige, aber nachdrückliche Gesten, und dem Zuschauer kriecht eine Gänsehaut über den Rücken.

Dazu trägt vor allem auch die völlig neue Art des Erzählens bei.

Der Vortrag von Peter Gößwein wird spannungsvoll untermalt von der Musik

der Gruppe „Keep Digging”, die einen eigenen Soundtrack zu den Märchen kreiert hat, der die Wirkung gekonnt verstärkt und ausdeutet. Der groovige Jazz der Gruppe kommt mal wild, mal einfach nur unheimlich, das eine oder andere Mal auch versöhnlich rüber, wobei Stimme und Musik perfekt aufeinander abgestimmt sind und sich so zu einem eindrucksvollen Gesamtkunstwerk ergänzen.

Peter Gößwein – Erzähler
Ulrich Wendt – Keys
Eckhard Mascus – Git. / Saxes                       Michael Dietrich – Bass                                 Sebastian Wendt – drums                                   Volker Anhold – Trp

„Junior Band“ der Kreismusikschule Oberlahn

Die Junior Band der Kreismusikschule Oberlahn zeigt sich hier von ihrer jazzigen Seite und präsentiert unter Leitung des kanadischen Dirigenten Travis Meisner ein zuvor erarbeitet neues Programm.

Teacher’s Despair

Unter der Leitung ihres Lehrers und Ausnahme-Musikers Christoph Ries (u.a. ehemaliger Pianist der Günther Noris Big-Band) wurde eine Big-Band aufgebaut, welche den lapidaren Namen „Schulband“ eigentlich nicht verdient.

„Teacher’s Despair“ sind der absolute Beweis für erstklassige Musikausbildung an deutschen Schulen und bieten trotz Jahrgangsbedingter ständig wechselnder Besetzung ein absolut hochwertiges Musik-Erlebnis in den Bereichen Rock, Pop, Latin, Jazz und Soul.